Kontaktaufnahme 141 – der Podcast des Bildungszentrums Nürnberg
Was bedeutet es, mit einer Geschichte aufzuwachsen, die zugleich Bürde, Auftrag und Verantwortung ist? Patricia Litten erzählt von einer Kindheit zwischen Schweigen, Zärtlichkeit und unausgesprochenem Schmerz – und davon, wie sie erst spät die Dimension ihrer eigenen Familiengeschichte begreift. Im Zentrum stehen ihre Großmutter Irmgard Litten und ihr Onkel Hans Litten, der als junger Anwalt 1931 im sogenannten Edenpalast-Prozess Adolf Hitler in den Zeugenstand rief und ihn öffentlich in Widersprüche verwickelte. Ein mutiger Akt, der für ihn und seine ganze Familie Konsequenzen hatte.
Eine Folge über die Frage nach Mut und Verantwortung – damals wie heute. Patricia spricht offen darüber, wie sich Geschichte über Generationen hinweg fortsetzt, wie Schweigen prägt und warum Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kein Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung für Gegenwart und Zukunft ist.
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Die Schauspielerin Patricia Litten liest aus dem Buch ihrer Großmutter
Irmgard Litten "Eine Mutter kämpft gegen Hitler".
"Es ist ein Werk gegen das Vergessen. So eindringlich, so unglaublich, so erschreckend, dass es sich verankert.... man lauscht dem detaillierten Erfahrungsbericht wie hypnotisiert."
Anabel Schaffer, Nürnberger Zeitung
Vorwort von Rudolf Olden: Johannes Steck
Briefe von Hans Litten: Gert Heidenreich
Musik: Birgit Förster | Cello
220 Minuten | ISBN 978-3937337-51-7
Verlag uccello - gut zu hören
12,90 €
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Irmgard Litten
Eine Mutter kämpft gegen Hitler
Hardcover mit Schutzumschlag
ca. 250 Seiten
22,00 € | ISBN 978-3-86913-771-1
ars vivendi Verlag
Courage bringt den Spieler*innen mutige Menschen (wie zum Beispiel Hans Litten ❤) näher, die die Gesellschaft heute voranbringen oder dies früher getan haben. Das Spiel nimmt die Spieler*innen mit ins fiktive Mutland, wo sie versuchen, acht unterschiedliche Szenarien zu verwirklichen, um eine gerechtere Welt zu schaffen. Sie lösen digitale und analoge Aufgaben auf kreative Weise und werden dabei von 32 inspirierenden Menschenrechtsverteidiger*innen aus der Vergangenheit und Gegenwart unterstützt.
Gerade in diesen herausfordernden Zeiten hoffen wir, dass möglichst viele Menschen das Spiel kennenlernen, mit den Jugendlichen in Dialog treten und Fragen diskutieren, wie:
Von welcher Veränderung unserer Gesellschaft träumen wir? Wie sieht eine gerechte, lebenswerte Zukunft aus? Von wem können wir lernen? Das Spiel bietet konkrete Handlungsmöglichkeiten, um aktiv zu werden.
Am Ende steht fest: Gemeinsam können wir viel bewegen! Wir alle können Menschenrechte im Alltag verteidigen, nicht nur im Spiel.
Empfohlen für Schulen und Jugendverbände! Infos
ZEIT Podcast über Hans Litten ab 9.Oktober 2024
"Er zerrte Hitler vor Gericht"
https://www.zeit.de/gesellschaft/2024-10/hans-litten-strafverteidiger-verbrechen-podcast
22. August 2024
Der neue Film von Susann Reich "Karriere im KZ" steht ab sofort in der ARD Mediathek zur Verfügung. Diese Dokumentation berichtet auch über das KZ Lichtenburg, Patricia Litten wurde dort zu Hans Litten interviewt.
Karriere im KZ - Vom Bauernsohn zum NS Verbrecher
ARD History | MDR Fernsehen
Deutscher Anwaltverein
Einweihung des neues Gedenkortes für Hans Litten am 8. November 2023
auf dem Pankower Friedhof, Berlin
Zum 120. Geburtstag von Hans Litten erschien ein Artikel im JACOBIN Magazin:
Deutschlandfunk Kultur
Die Wiederentdeckung des Hans Litten
Bodo Mrozek · 12. August 2022, 14:39 Uhr
Deutschlandfunk Kultur
05. Mai 2021, 19:30 Uhr
Zeitfragen Feature
Eine Mutter kämpft
Irmgard Litten und ihr Sohn im KZ
Von Tobias Barth und Lorenz Hoffmann
Der Muttertag ist keine Erfindung der NS-Propaganda. Aber die Kulturadministratoren des Regimes verstanden es perfekt, den aus den USA kommenden und von Blumenverkäufern etablierten Tag zu nutzen, um Frauen für sich zu gewinnen - wenn sie denn „deutsch“ und „erbgesund“ waren. Der Muttertag, 1934 erstmals als öffentlicher Feiertag begangen, und das Mutterkreuz wurden zentrale Symbole einer pseudoreligiösen Verehrung von Mutterschaft. Von der „heiligsten Kraft“ wird da gesprochen und vom „letzten Sinn“, der darin bestehe, Volk und Führer viele Kinder zu schenken.
Während in Presse und Rundfunk, in Schulen und Unternehmen, der Mutterkult als ein Kern der NS-Ideologie verbreitet wurde, musste die Mutter Irmgard Litten um ihren Sohn Hans fürchten. Der Anwalt war in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet worden und durchlitt Folter und Haft in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Auf allen Ebenen - Internationale Anwaltsverbände, deutsche Diplomaten, Vertraute Hitlers - versuchte Irmgard, sich für die Freilassung oder wenigstens Hafterleichterungen einzusetzen - vergeblich. Im Februar 1938 fand ein Mitgefangener die Leiche von Hans Litten in der Latrine des KZ Dachau. Ihrem 1940 im Exil verlegten Buch gab Irmgard Litten sehr bewusst den Titel: „Eine Mutter kämpft“ - sie gibt ein Gegenbild zu einem entseelten Mutterbegriff, der Voraussetzung des Krieges wurde.
Am 11. März 2021 erschien in Frankreich ein Buch über Hans Litten
18. Mai 2019 | Deutschlandfunk Kultur
Zwischen Königsberg und Kaliningrad
Eine Lange Nacht über Ostpreußen
Von Margot Litten
Regie: die Autorin
Ostpreußen, die östlichste Provinz des Deutschen Reiches – das war einmal. Dabei ist Ostpreußen bis 1944 eine Oase des Friedens, mitten im Krieg. Doch im Sommer ‘44 bricht im Osten die Front zusammen, und britische Luftangriffe verwandeln die Hauptstadt Königsberg in ein Flammenmeer. Mehr als eine Million Menschen versuchen zu fliehen, ein Elendszug ohne Anfang und Ende, mit über 50.000 Toten. Nach dreimonatiger Belagerung wird Königsberg gestürmt. Am 9. April 1945 ist alles vorbei: 700 Jahre deutscher Geschichte ausgelöscht. Aus Königsberg wird Kaliningrad, eine russische Stadt mit fremdem Erbe. Fast 50 Jahre liegt bleierne Finsternis über Ostpreußen. Doch das versunkene Königsberg führt ein Eigenleben und drängt allmählich nach oben. Die Stadt besinnt sich wieder ihrer deutschen Wurzeln – vielleicht, weil auch die Jugend längst intensiver nach Westen als nach Russland blickt. Die Autorin Margot Litten interessiert sich nicht nur als Journalistin für den Brückenschlag zwischen russischer Gegenwart und ostpreußischer Vergangenheit. Ihre Familie stammt aus Königsberg. Und so ist ihre Reise ins ehemalige Ostpreußen auch eine persönliche Spurensuche.
Im Sommer 2011 wurden im Auftrag der BBC zwei Filme über Hans Litten gedreht:
Dokumentarfilm "Hans Litten"
Spielfilm THE MAN WHO CROSSED HITLER
Margot und Max Fürst
1973 "GEFILTE FISCH" dtv
1976 "TALISMAN SCHEHEREZADE" (leider nicht mehr lieferbar)
Stefanie Schüler-Springorum / Sabine Fröhlich / Knut Bergbauer
"DENKMALSFIGUR - Biographische Annäherung an Hans Litten 1903 - 1938"
Wallsteinverlag 2008
Benjamin Carter Hett
"CROSSING HITLER - The Man Who Put The Nazis on the Witness Stand"
OXFORD University Press 2008
Der Deutsche Anwaltsverein (DAV) erinnert
"Der Prozess des Hans Litten"
Aus Anlass des 67. Deutschen Anwaltstages fand am 3. Juni 2016 auf Initiative des Deutschen Anwaltvereins erstmals eine Lesung des Theaterstücks im historischen Plenarsaal des Kammergerichts statt.
Ein sehr empfehlenswerter Bericht darüber erschien als Beitrag im Anwaltsblatt 12/2016:
SFB Feature von Margot Litten:
28. Oktober 1991 "ICH HÄNGE TOT AN MEINEN TRÄUMEN" - Erinnerungen an den Rechtsanwalt und Widerstandskämpfer Hans Litten.